Wenn die mit Rhizarthrose verbundenen Schmerzen trotz konservativer Behandlungen zu stark werden, kann ein chirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden.

Ob Prothese, Trapezektomie-Ligamentoplastik oder eine andere Technik – Ziel dieser Operation ist es, eine zufriedenstellende Funktion des Daumens wiederherzustellen und die Schmerzen dauerhaft zu lindern.

Nach der Operation beginnt jedoch eine weitere Phase: die Genesung. Wie lange dauert sie? Wie verläuft sie? Was ist im Alltag zu erwarten? Diese Seite hilft Ihnen, besser zu verstehen, was diese wichtige Phase der Behandlung von Rhizarthrose beinhaltet.

Schema einer Orthese

Eine schrittweise und begleitete Genesung

Die Dauer der Genesung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • die verwendete Operationstechnik (Prothese, Trapezektomie-Ligamentoplastik, Arthrodese…) ;

  • das Profil des Patienten (Alter, Aktivitätsniveau, allgemeiner Gesundheitszustand);

  • die postoperative Nachsorge (Rehabilitation, Anpassung der Bewegungen, lokale Pflege …).

Die Dauer variiert auch je nach Operationstechnik (Trapezektomie, Daumenprothese oder andere Eingriffe) und je nachdem, ob der Eingriff ambulant oder stationär durchgeführt wird.

In den meisten Fällen erstreckt sich die Genesung über mehrere Wochen bis mehrere Monate. Das Tragen einer postoperativen Orthese kann verordnet werden, um das Gelenk zu schützen und die Heilung zu unterstützen. Sie wird in der Regel 3 bis 6 Wochen lang getragen, häufig nachts, weil in dieser Zeit unkontrollierte Bewegungen am häufigsten auftreten.

Um den Nutzen besser zu verstehen, lesen Sie die Seite zum Tragen einer Orthese nach einer Daumenoperation.

Die wichtigsten Etappen der Rekonvaleszenz

1. Die ersten Wochen: Ruhe und Schutz
Unmittelbar nach der Operation geht es darum, die Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und den operierten Bereich zu schützen. Es wird eine vorübergehende Ruhigstellung vorgenommen (oft mithilfe einer Orthese), die ggf. mit einer schmerzlindernden Behandlung einhergeht.

Häufig treten Schwellungen, Steifheit oder Beschwerden bei der Bewegung des Daumens auf. Sie sind Teil des regulären Regenerationsverlaufs.

Ein regelmäßiges Vereisen in 10-Minuten-Zeiträumen (bei gleichzeitigem Schutz der Haut) kann lokal schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Es wird oft empfohlen, dies in der ersten Zeit mehrmals täglich zu wiederholen.

2. Ab der 4. bis 6. Woche: sanfte Mobilisierung
Je nach angewendeter Technik kann mit der Mobilisierung des Daumens früher oder später begonnen werden. Einige Protokolle erlauben eine schnelle Mobilisierung, andere schreiben eine bestimmte Ruhedauer vor.

Nach und nach werden sanfte Mobilisierungsübungen eingeführt. Sie werden in der Regel von einem Physiotherapeuten betreut und können durch Selbsthilfeübungen zu Hause ergänzt werden.

Tipps und passende Bewegungen finden Sie auf der Seite „Krankengymnastik und Selbsthilfe: Empfohlene Übungen“.

3. Nach 2 bis 3 Monaten: Wiederaufnahme der täglichen Bewegungen

Die meisten Patienten erlangen bei einfachen Aktivitäten (Waschen, Essen, Anziehen …) eine gute Selbstständigkeit wieder.

Ob Sie Ihre berufliche Tätigkeit oder Ihre sportlichen Aktivitäten wiederaufnehmen können, ist allerdings von deren Intensität abhängig. Berufe, bei denen die Hand stark beansprucht wird, erfordern eine längere Rehabilitationszeit, gelegentlich bis zu drei oder vier Monaten.

Eine fröhliche Frau, die sich um ihre Großmutter im Rollstuhl kümmert

Die Rekonvaleszenz muss an jeden Patienten individuell angepasst werden

Es gibt keine Standarddauer.

Manche Patienten üben bereits nach 4 bis 6 Wochen wieder leichte Tätigkeiten aus, andere brauchen mehrere Monate, um vollständig zu genesen.

Es dauert oft drei bis sechs Monate, bis man den operierten Daumen im Alltag „vergessen hat“ (d. h., bei spontanen Bewegungen nicht mehr bewusst daran denkt).

Die Wiederaufnahme der Arbeit ist unter anderem abhängig von folgenden Faktoren:

  • der Art des durchgeführten Eingriffs;

  • dem Grad der manuellen Beanspruchung;

  • den Empfehlungen des Chirurgen oder des Arbeitsmediziners.

  • Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme werden gemeinsam mit dem Chirurgen und dem Arbeitsmediziner festgelegt und hängen von der Art des Eingriffs sowie von der täglichen Belastung der Hand ab. Eine schrittweise Wiederaufnahme ist einer abrupten Rückkehr meistens vorzuziehen.

In der Regel wird die Dauer der Arbeitsunfähigkeit meist individuell festgelegt – abhängig vom Patientenprofil und den beruflichen Anforderungen

Prävention von Komplikationen und Stabilisierung der erzielten Ergebnisse

Die Nachsorge nach der Operation ist ein entscheidender Schritt, um mögliche Komplikationen zu erkennen (anhaltende Schmerzen, verlängerte Steifheit, verzögerte Wundheilung …).

In den allermeisten Fällen verbessert sich die Beweglichkeit des Daumens deutlich, während die Schmerzen dauerhaft zurückgehen.

Wenn Sie die Ratschläge des Chirurgen befolgen, die Rehabilitationsmaßnahmen sorgfältig befolgen und schützende Bewegungen anwenden, unterstützen Sie den Heilungsprozess optimal.

Die Seite zur Anpassung Ihrer Bewegungen im Alltag unterstützt Sie dabei, Ihre gewohnten Tätigkeiten gelenkschonend wieder aufzunehmen.

Eine regelmässige klinische Nachsorge nach der Operation ermöglicht es, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und die Versorgung anzupassen. Für die Wahl eines geeigneten Facharztes und für die Planung der Nachsorge konsultieren Sie unser Verzeichnis der Handchirurgen.

Lächelnde Frau mit grauen Haaren im Freien